Stiftungsrat und Vorstand

Der Vorstand der Stiftung Deutsche Landschaften führt die Geschäfte der Stiftung und setzt den Stiftungszweck in enger Zusammenarbeit mit dem Stiftungsrat um. Unter dem Vorsitz von Florian Meusel und der stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Regina Ostermann begleitet der Vorstand zusammen mit dem Stiftungsrat Projekte, stärkt Partnerschaften und entwickelt die Stiftung im Sinne einer nachhaltigen Landschafts- und Regionalentwicklung kontinuierlich weiter.

Sowohl der Vorstand als auch die Mitglieder des Stiftungsrats bringen ihre vielfältigen Erfahrungen aus Naturschutz, Landwirtschaft, Regionalentwicklung, Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlichem Leben ein. Mit ihrem fachlichen Rat, ihrem Netzwerk und ihrem persönlichen Engagement leisten sie einen wesentlichen Beitrag dazu, die Arbeit der Stiftung nachhaltig zu stärken und neue Impulse für den Erhalt und die Entwicklung unserer Kulturlandschaften zu setzen.

Vorstandsvorsitzender

FLORIAN MEUSEL ((Dipl.-Agr.-Ing.))

Seit der Gründung der Stiftung Deutsche Landschaften gehört Florian Meusel dem Vorstand als stellvertretender Vorsitzender an. Im Jahr 2022 übernahm er den Vorsitz der Stiftung. Bereits 1990 gründete er den ersten Landschaftspflegeverband in neuen Bundesländern. Seiner Heimat, dem Thüringer Wald, ist er bis heute eng verbunden: Neben seinem ehrenamtlichen Vorsitz des Landschaftspflegeverbands Thüringer Wald ist er seit 1990 hauptamtlich als Aufbauleiter und Geschäftsführer des Naturparks Thüringer Wald e. V. tätig.

Für Florian Meusel bilden Naturschutz, Regionalentwicklung und Landwirtschaft im Rahmen der Landschaftspflege eine untrennbare Einheit. Sein Leitgedanke des „Denkens in Landschaften“ prägt zahlreiche Projekte weit über Thüringen hinaus. Erfolgreiche Kooperationen mit Wirtschaftsunternehmen und Förderern konnte er unter anderem mit der „Arnika-Aktie“, vielfältigen touristischen Naturparkprojekten sowie im fachlichen Austausch mit Bergbauern in Österreich verwirklichen.

Mit besonderem Engagement setzt er sich für den Erhalt der traditionellen Agrarstrukturen in den deutschen Mittelgebirgen ein. Sie bilden aus seiner Sicht die Grundlage für eine nachhaltige Landschaftspflege, den Schutz der NATURA-2000-Gebiete und eine zukunftsfähige touristische Entwicklung.

Sein beruflicher und ehrenamtlicher Werdegang wurde insbesondere geprägt durch:

  • Kommunalpolitik: sieben Jahre ehrenamtlicher Bürgermeister von Friedrichshöhe sowie 24 Jahre Mitglied des Gemeinderats der Einheitsgemeinde Sachsenbrunn.
  • Familienunternehmen: Gründung des „Heubad & Pension Arnika“ sowie Unterstützung seines Sohnes Heinrich beim Aufbau des Biolandwirtschaftsbetriebs „HEU-HEINRICH“.
  • Soziales Engagement: Landesleiter der 27 DRK-Bergwachtbereitschaften in Thüringen.
  • Wissenschaft und Facharbeit: Projekte zum Berggrünland, Kommunikationsstrategien für Landschaftspflege und Tourismus sowie zur wirtschaftlichen Entwicklung ländlicher Regionen.

Bereits 1993 wurde sein außergewöhnliches Engagement für die Landschaftspflege mit dem Deutschen Kulturpreis in der Münchner Residenz ausgezeichnet. Das mit der Ehrung verbundene Preisgeld stiftete er vollständig als Grundstockkapital für die Stiftung Deutsche Landschaften. Damit legte er den Grundstein für die langfristige Förderung innovativer Projekte und einer modernen, regional geprägten Landschaftsentwicklung.

Sein Motto: Wagen statt Klagen!

Stellvertretende Vorstandsvorsitzende

DR. REGINA OSTERMANN

Regina Ostermann (* 1964) ist Geschäftsführerin des Landschaftserhaltungsverbandes Ortenaukreis in Offenburg/Baden.

Regina Ostermann hat in Freiburg Forstwissenschaften studiert und war nach ihrem Diplom als wissenschaftliche Angestellte und Lehrbeauftragte im Institut für Landespflege der Universität Freiburg tätig. 2000 wechselte sie zur forstlichen Versuchsanstalt Baden-Württemberg, Abteilung Waldökologie. Freiberuflich erstellte sie forstliche, ökologische und vegetationskundliche Gutachten und zwar nicht nur für die Behörden auf der deutschen Seite des Rheins, sondern auch für französische Stellen (Centre Regional de la Proprieté Forestrière de Lorraine-Alsace und Conservatoire des Sites Alsaciens). Aus dieser Arbeit ergaben sich enge Verbindungen zu den elsässischen Dienststellen der Forstverwaltung und der Landespflege. Ostermann spricht und schreibt neben Englisch auch fliessend Französisch.

2002 erfolgte die Promotion. Thema ihrer Dissertation: „Die Niederwälder am Fuss der Ostvogesen (Elsass/Frankreich) – eine kulturgeografische und vegetationskundliche Analyse“.

Ab 2005 war Regina Ostermann an der Forstlichen Versuchsanstalt Baden-Württemberg vor allem mit den gewässerökologischen Belangen der Waldwirtschaft befasst (Interreg-Projekt in Kooperation mit Office National des Forêts Alsace) und koordinierte anschliessend für das Regierungspräsidium Freiburg auf der deutschen Seite das Interreg-Projekt „Redynamisierung des Restrheins“. Seit 2011 ist sie Geschäftsführerin des Landschaftserhaltungsverbands Ortenaukreis. Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sind die Erhaltung und Aktivierung einer umweltverträglichen landwirtschaftlichen Nutzung von Grenzertragsstandorten und die Aufwertung der Produkte dieser Landwirtschaft (Offenhaltung der Täler des Mittleren Schwarzwaldes durch Beweidung; Projekt „Wilde Weiden“: Tötung der Tiere auf der Weide; Marken-Fleischerzeugnisse aus ganzjähriger Weidehaltung).

Regina Ostermann war lange Jahre Gemeinderätin ihrer Heimatgemeinde Meißenheim und Vorsitzende des Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz. Sie ist Jägerin  und Autorin zahlreicher wissenschaftlicher Beiträge.

Vorsitzende des Stiftungsrats

DR. OLVIA KUMMEL

Olivia Kummel hat in Erfurt Landschaftsplanung und anschließend in Kassel Stadtplanung studiert. Beide Studiengänge hat sie jeweils als Diplomingenieurin abgeschlossen.

Ein einjähriges Entwicklungsstipendium des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) führte Olivia Kummel nach Nepal. Anschließend arbeitete sie drei Jahre als Entwicklungshelferin in der Stadtverwaltung einer nepalesischen Kleinstadt  und unterstützte dort die Grün- und Flächennutzungsplanung. Unter anderem betreute sie die Umwandlung einer Müllkippe in eine Grünanlage.

2007 kehrte sie nach Berlin zurück und arbeitete als Quartiersmanagerin und Mitarbeiterin eines Planungsbüros.

2012 übernahm sie eine Dozentur für nachhaltige Stadtentwicklung und Landschaftsarchitektur an der Technischen Universität Ulaanbaatar, Mongolei.

Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland trat sie eine Stelle am Institut für Stadtentwicklungsforschung (ILS) in Dortmund an. Dort forschte sie zu Teilhabeprozessen, grüner Infrastruktur und zum Klimaschutzmanagement.

2017 wurde sie an der TU Berlin mit einer Arbeit über lokale Governance-Praktiken in informellen Siedlungen in Kairo, Kathmandu und Ulaanbaatar in internationaler Urbanistik promoviert.

Seit 2020 leitet sie beim Landschaftspflegeverein Potsdamer Kulturlandschaft Projekte zur Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Kommunen und anderen Akteuren im Bereich Agrarumweltschutz. In landwirtschaftlichen Kooperativen unterstützt sie die Umsetzung von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen.

Olivia Kummel lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Potsdam und engagiert sich in der Lokalpolitik und für den Natur- und Klimaschutz.

Stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrats

THOMAS CHRIST

Geboren 1972
Verheiratet, 2 Kinder

Ausbildung:
  • Facharbeiter Pflanzenproduktion mit Abitur
  • Bankkaufmann
  • Bachelor of Engineering (Landwirtschaft)


Anstellung/Mandate:

  • Vorstandsvorsitzender Rhön-Agrargenossenschaft eG Martinroda
  • Geschäftsführer Tierzucht Martinroda/Rhön GmbH
  • Aufsichtsrat VR Bank Bad Salzungen Schmalkalden eG

Stiftungsratsmitglied

SOPHIA KRAFT

Als Försterstochter war Sophia Kraft der natürliche Bezug zur Natur in die Wiege gelegt. Mit ihrem Vater – Josef Göppel – war sie von klein auf im Wald unterwegs, hat den landwirtschaftlichen Diskussionen in der verwandtschaftlichen Bauersfamilie gelauscht und war bei zahlreichen Baumpflanzaktionen und Heckepflegemaßnahmen mit vor Ort.

Neben ihrer beruflichen Tätigkeit als Energieökonomin bei der Europäischen Energiebörse (seit 2017) engagierte sich Sophia Kraft ehrenamtlich als Stadträtin (2019-2022) für Energie- und Umweltpolitik in Leipzig. In dieser Funktion gründete sie auch 2019 den Landschaftspflegeverband Stadt-Umland-LPV LeipzigGrün e. V. mit. Darüber hinaus ist Sophia Kraft Mitglied beim BUND Naturschutz in Bayern (seit 2006) und Vorstandsmitglied bei der Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung (seit 2015).

Ehrenamtlich bringt die Energiewirtschaftlerin ihre Expertise für die Energiewende und Bürgerbeteiligung im Aufsichtsrat der Stadtwerke Leipzig GmbH sowie als stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende bei der Bürgerenergiegenossenschaft Regionalstrom Franken eG ein. Dabei ist es Sophia Kraft ein Herzensanliegen, Lösungen für die Flächenkonflikte zu finden und den Ausbau der erneuerbaren Energien mit der Landschaftspflege in Einklang zu bringen.

Stiftungsratsmitglied

ANDREAS JUNG

Andreas Jung ist Rechtsanwalt und sitzt seit 2005 als direktgewähltes Mitglied für den Wahlkreis Konstanz im Deutschen Bundestag, in dem er sich von Anfang an für Umwelt-, Klimaschutz- und Energiethemen eingesetzt hat. Er ist Sprecher für Klimaschutz & Energie der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Mitglied des gleichnamigen Bundestagsausschusses, Mitglied der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung und des deutsch-französischen Ausschusses für grenzüberschreitende Zusammenarbeit sowie Vorsitzender der CDU-Landesgruppe Baden-Württemberg. Seit 2022 ist er zudem stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU Deutschlands.

Andreas Jung ist in Stockach, im Kreis Konstanz aufgewachsen. Heute lebt er mit seiner Frau und 2 Kindern auf der Insel Reichenau.

Stiftungsratsmitglied

SVEN DUTSCHKE

Sven Dutschke, Jahrgang 1965, ist gelernter Landwirt, KFZ-Mechaniker und Verwaltungsfachwirt. Auf seinem Hof, dem ökologischen Landwirtschaftsbetrieb Dutschke (421 ha Grünland, 155 ha Ackerland), leben 421 Hinterwälder Rinder, 431 Heidschnucken, Landschweine, Ziegen, Rauwollschafe. Die Produkte vermarktet er im Hofladen und über EDEKA Nord. Daneben züchtet er in seinem Betrieb in Welzin Blonde d’Aquitaine-Rinder (siehe Foto). In seinem Jägerhof Ostsee gibt er Jagdkurse und beherbert Urlauber.

Sven Dutschke war und ist politisch engagiert (Kreistag, Gemeinderat), ist Mitglied im Kreisbauernverband, der DLG und stellvertretender Vorsitzender des Nabu-Kreisverbandes. Seit 2013 arbeitet er eng mit mit dem Landschaftspflegeverband Nordwestmecklenburg zusammen, für den er Pflegemassnahmen durchführt.

Sven Dutschke ist verheiratet und hat drei Kinder.